Gesamtpunktezahl (Zaeed): 67/100
"Harry Potter and the Dank Lord" von Selfmade Retards
Spielmechanik: 20/30 Punkte
Zunächst einmal finde ich es löblich, dass die maximale Spielerfreundlichkeit gewährleistet wurde und sich das Spiel daher sehr angenehm spielt. Wer allerdings nach besonderen Gameplay-Elementen Ausschau hält, wird in diesem Spiel nicht fündig, denn 80% des Spiels bestehen darin, innerhalb des Schulgebäudes von einer Spielszene zur nächsten zu laufen. Die restlichen Spielinhalte setzen sich aus 3 kurzen Standardkämpfen, 1 "Sich unbemerkt aus dem Klassenzimmer verdrücken"-Moment, sowie 2 Minirätsel, zusammen; eines davon ein Zahlencode, der unmittelbar zuvor angedeutet wird und eine Textauswahl an anderer Stelle, bei der man (zum Glück des unwissenden Spielers) nichts falsch machen kann, falls man die (auf Insiderwissen basierte) Lösung nicht kennen sollte und den Dialog einfach nur schnell durchklicken würde. Darüber hinaus sind im Schulgebäude 4 Zauberkarten versteckt, die am Ende des Spiels, sofern man sie alle gefunden hat, den Spieler mit einem Extra belohnen. Es ist auch das einzige nicht direkt mit der Handlung verknüpfte Gameplay-Element, das jedoch hervorragend zur Prämisse passt. Auch an den darauf hinweisenden NPC wurde gedacht. Das ist gut so, weil die räumliche Ausstattung der Schule, sofern sie keine spezielle Funktion erfüllt, mit Ausnahme der Schülertruhen, unkommentiert blieb und daher andernfalls nicht zum Untersuchen einladen würde. Alles in allem nichts, was einen spielerisch vom Hocker reißt, dafür aber auch nichts, was auf den Geist gehen könnte, was in meinem Buch auf jeden Fall die halbe Punktezahl (15) verdient. Für die gelegentlichen Ansätze ein wenig Abwechslung zwischen die Ereigniskette zu bringen gibt es noch einen kleinen Punkte Aufschlag (5) obendrauf.
Handlung: 18/20 Punkte
Was soll man bei der Handlung eines Parodie-Contest bewerten? Ich würde sagen zum einen wie gut das Thema getroffen wurde und zum anderen der generelle Unterhaltungsfaktor. Das Thema "Harry Potter Parodie" wurde hier jedenfalls sehr gut getroffen und die Eigenheiten der einzelnen Chraktere wurden, soweit ich das beurteilen kann, ziemlich gut auf die Schippe genommen. In manchen Spielabschnitten ist man hierbei mit der ganzen Clique und der damit einhergehenden Gruppendynamik unterwegs, andere werden mit bestimmten Chrakteren solo bestritten. Auch die Mischung aus direkt auf Harry Potter gemünzten Humor und den speziellen Eigenheiten des Entwicklers, wie etwa die Bezugnahme zu Memes und Popkultur, wissen durchaus zu gefallen. Es gab so einige Stellen, bei denen ich genüsslich schmunzelte musste, sowie einen Moment, der mir ein abruptes Lachen entlocken konnte, weil er so herrlich dumm ist, dass er schon wieder gut ist. Guter Unterhaltsungfaktor. Ein bisschen Platz nach oben gibt es natürlich immer, ehe man wirklich von Perfektion sprechen kann, aber ich denke mal die Umsetzung des vorgegebenen Themas kommt da schon relativ nahe ran.
Grafik: 14/20 Punkte
Die verwendeten Chipsets habe ich, soweit ich mich entsinne, in noch keinem anderen Makerspiel gesehen. Sehr hübsche Maps, muss ich ganz ehrlich sagen. Das alleine verdient schon eine entsprechend hohe Punktezahl. Allerdings wurde neben dem durchaus edlen Mapping nicht das volle Potenzial ausgeschöpft, um die Grafikpracht des Spiels auf Hochglanz zu bringen. Im Speziellen wären das zum einen die relativ verpixelten Gesichter, welche die Konvertierung auf makerkonforme Größe leider nicht so gut überstanden haben wie die Chipsets. Zum anderen hätte man, was die Kampfanimationen anbelangt, noch ein bisschen mehr herauskitzeln können, anstatt hier auf die Maker Standards zu setzen.
Sound: 19/20 Punkte
Den Sound würde ich mit zum stärksten Aspekt des Spiels zählen. Ein wunderschöner Soundtrack, der das Spiel auskleidet und auch an der jeweiligen Verwendung der Musiken je nach Spielsituation kann man nichts aussetzen. Die einzigen Sachen, die ich hier lediglich "okay" finde ist die schrullige Titelmusik (da wäre mir noch etwas besseres eingefallen ^^) und die Menüsounds, die zwar an und für sich schon in Ordnung gehen und vom Lautstärkenverhältnis zur Hintergrundmusik passend abgestimmt wurden, aber halt auch nicht - wie soll ich sagen - sonderlich "fancy" sind. Aber ja, das ist im Grunde schon Meckern auf hohem Niveau.
Bonus: 5/10 Punkte
Unter Bonus werden spezielle Besonderheiten eines Spiels verbucht, die über den normalen Tellerrand hinausgehen. Zunächst enthält das Spiel während zwei Spielszenen etwas längere Voicesample Einbauten, wovon ich eine ganz witzig fand. Diese bekommt 2 Bonuspunkte, die andere Stelle bekommt 1. Das Video am Schluss bekommt auch noch 2 Bonuspunkte.
Gesamtpunktezahl (Peperoni): 76/100
