Die Ära des Internets, wo alles nur Spass und Hobby war, ist nunmal vorbei. Handelt damit!
Auch wenn das schon defätistisch klingt, sieht es leider größtenteils danach aus. Die Ära, die du ansprichst, wurde von Gönnern aufgebaut und wird schließlich von Nichtsgönnern, die das Internet etwas später entdeckt haben, wieder zerstört. Gut, inzwischen gibt es Telegram, das angefangen von der Informationsbeschaffung bis hin zu Entertainment Angeboten, einiges abdeckt, was im klassischen Internet immer mehr verschwindet respektive schwieriger zugänglich wird.
Reine Klickzahlen oder "Community-Fame" allein waren auch eigentlich schon immer Bullshit. Ich denke, das hat damals auch nur funktioniert, weil wir größtenteils noch in einem Alter waren, wo man mit Geldverdienen noch nix groß am Hut hatte.
Das kommt in "Früher war alles besser" Diskussionen ständig als Begründung. Und es klingt immer so, als hätte in den 2000er Jahren noch keiner Schule, Arbeit und anderweitige Verpflichtungen, sowie Hobbies, gehabt und deshalb den ganzen Tag Zeit gehabt im Internet abzuhängen. Ist das denn wirklich so? Seltsamerweise deuten sämtliche Statistiken zu diesem Thema darauf hin, dass die Zeit, die Leute durchschnittlich im Internet verbringen, bis heute stetig weiter ansteigt. Aber vielleicht ist auch diese ständige Konnektivität genau das Problem, anstelle eines gesunden Kontrastes zwischen kompletter Offline-Zeit ohne jedweder sinnloser Ablenkung von Social Media, sowie einer zielführenden kontruktiven Online-Zeit.
Ab einem gewissen Alter ist die Freizeit einfach zu kostbar, um sie für Gratis-Angebote aus dem Fenster zu werfen.
Das kommt darauf an, wie man man zu den Gratis-Angeboten steht. Ob man sie als Vergeudung wertvoller Zeit, oder als Bereicherung jener, betrachtet.
Zum Thema: Wenn man mal drüber nachdenkt, sind es aber doch eigentlich in der Regel wenn die Dialoge, für die man sich schämt, und weniger die Trashigkeit, oder?
Für die Dialoge vermutlich am meisten, ja. Trashigkeit, etwa in Form von schlechtem Mapping, lässt sich später noch am ehesten als "eigenwillige und total so beabsichtigte Design-Entscheidung" abtun.
Theoretisch könnte man die Textboxen ja easy fixen bzw. kürzen. Aber da kann man natürlich auch gleich seine Zeit in ein neues Projekt investieren, da man mit dem alten Rotz keinen Blumentopf mehr gewinnt.
Doch, natürlich, das sieht man bei Remasters immer wieder. Wenn sie richtig gemacht wurden, immer her damit!
Eine Idee wäre, all seine alten Projekte mal durchzuzocken und sich mal alle GUTEN Aspekte zu notieren, und diese dann alle in einem neuen Game unterzubringen (z.B. gute Witze recyclen, besondere Minigames einbauen, oder einfach Dinge, die unique waren, wieder aufzugreifen ... oder auch Running-Gags auf die Spitze treiben, die man in nahezu jedem Spiel hatte wie z.B. damals in unseren Games immer dieses billige Schiebe-Puzzle oder bei Philíppè immer Charaktere namens 'Chris').
Interessant. Allerdings würde ich billige Schiebe-Puzzle sicherlich nicht als guten Aspekt eines alten Projektes erachten. Klingt eher so nach Verlegenheiträtsel von Anfängern.